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Anfänger-Kurs

Anfänger
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Einführung Als Bretter, Tische und Kassetten, sogar als Tafel mit Magneten, sehr klein und handlich für die Fahrten, ganz groß, begehbar für den Garten sind Vierundsechzig schwarz und weiß, in jedem Land, zu jedem Preis, Jahrhunderte und eben heuer geheimnisvolles Abenteuer für Sportler, Künstler, Wissenschaft, bespielt von Mensch und Rechnerkraft, sogar bekannt als Rittertugend, interessant für Alt und Jugend! Bist du für ihre Welt bereit, nimm dir zum Lernen etwas Zeit ...
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Der Vorläufer aller Spiele aus der Schachfamilie, also nicht nur des europäischen Schachs, sondern auch des Xiangqis, Shōgis oder Makruks, entstand vermutlich in Nordindien vor ca. 1500 Jahren. Dieses Urschach wurde Chaturanga genannt.
Details zur Entwicklung des Spiels sind nicht bekannt, was zur Ausbildung von Mythen, insbesondere der Weizenkornlegende, führte.
Diese Legende haben wir in unserem Anfänger-Heft in die Reime gelegt und Dank der Deutschen Schulschachstiftung ist sie "verfilmt".
Viel Spaß beim anschauen!

Das ist das Schachbrett und es ist quadratisch.
Könnte man also an der beliebigen Seite die Figuren aufbauen?
- Nein.
Die Spieler sitzen an der Buchstaben-Seite.
Sollte das Brett keine Markierung haben, hilft es zu merken, dass die linke Ecke schwarz sein sollte.

Aufbau



Die 8 Reihen sind die Waagerechten oder die Horizontalen und hier mit den Pfeilen markiert, auf den Grundreihen (die 1. und 8., rote Pfeile) wird die Grundstellung aufgebaut.

Reihen



Die Linien sind die Senkrechten oder die Vertikalen und werden mir den Buchstaben markiert, z.B. die a-Linie.

Linien



Die Diagonalen sind die Felder einer Farbe, die mit den Ecken an einander “geklebt” sind und schräg liegen. Sie können sowohl sehr kurz (2 Felder lang) als auch ganz lang (8 Felder), von einer Brett-Ecke zur anderen, sein.

Diagonalen



Hier sprechen wir über das Zentrum (grün) und das erweiterte Zentrum (rot + grün)

Das Zentrum

Aufstellung



Und hier ist die Grundstellung aufgebaut. Wichtig: die Dame liebt ihre Farbe: weiße Dame - weißes Feld, schwarze Dame - schwarzes Feld! Die Springer stehen auf den b- und g-Linien: "Brave Gäule"!
Die Aufstellung Grundreihen machst du zu Anfang mit richtiger Grundstellung voll: Die Dame hat den hohen Rang und ihrer Farbe Monopol. Der König kann sich gleich daneben auf den zentralen Platz begeben, die Läufer bringst du an den Thron, denn dort ist ihre Station. Die großen Türme in die Ecken rückend, merk dir der Springer Eselsbrücke: Die braven Gäule sind zur Stelle, dass du bewältigst diese Schwelle. Mit dem restlichen Fußvolk mach die zweite Reihe voll! Die Bauern aufzubauen, darf nicht lange dauern! Das Spiel ist vorbereitet. Wie macht man nun den Anfang? Hier fehlen uns die Regeln für den Figurengang.
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Aufgabe 1 / 3
Ziehe die Figuren und Bauern auf ihre Plätze. Die Zeit läuft!
Aufgabe 1 / 3
Dieses Kapitel gehört eigentlich zum "Springerdiplom", unserem Folgekurs. Wir ziehen es hier im Bauerndiplom bewusst vor, damit du von Anfang an die Felder benennen und den Erklärungen in den kommenden Lektionen leichter folgen kannst.

Die Schachsprache ist sehr universell und leicht zu lernen.
Sie wird nicht nur zum Aufschreiben der Schachpartien und zum Lesen von Schachbüchern und Zeitschriften benutzt, sondern auch in Schachprogrammen, Datenbanken und zur Übertragung der Züge im Internet verwendet.

Was man nicht vergessen sollte: Auch für ein besseres Verständnis während des Schach-Unterrichts, ob in Online- oder Präsenz-Form, ist die Notation unverzichtbar.
Erfahrene Schachspieler können sogar Blindpartien spielen, ohne ein Brett dabei zu benutzen, und sagen sich einfach die Züge gegenseitig an.
Im Fernschach, einer heute nicht mehr so populären Form des Spiels, hat man die Züge auf speziellen Postkarten notiert und versendet.
So eine Partie konnte bis zu drei Jahre dauern - man hat natürlich mehrere Spiele (z. B. ein ganzes Turnier) gleichzeitig gespielt.

Nun zu den Einzelheiten.

Adressen der Felder



Jedes Feld auf dem Brett hat eine Adresse, die aus dem Linien-Buchstaben und der Reihen-Zahl besteht. Wie z.B. hier c5, f1, h8.
Diese Adresse wird immer klein geschrieben.
Die großen Buchstaben nutzen wir für die Figuren:
K(önig)
D(ame)
T(urm)
S(pringer)
L(äufer)
Für den Bauern wird nur seine Adresse benutzt.

Es gibt noch die Spezialitäten wie kurze ( 0-0 ) und lange ( 0-0-0 ) Rochaden, Schach ( + ), Matt ( # ), und Schlagen ( x ).

Die Notation kann man in der kurzen und langen Form nutzen. Die lange Form kommt meistens in den Büchern vor.
Uns reicht die kurze aus.

Hier kommen einige Beispiele.

Bauernzug


Dieser Zug wird mit 1. e4 aufgeschrieben.

Turmzug


Hier schreiben wir Te1

Turmzug 2


Wenn beide Türme das Feld e1 erreichen können, nehmen wird den Start-Buchstaben dazu: Tae1

Turmzug 3


Und auf einer Linie, die Start-Zahl: T7a4

Springerzug


Dies kann auch bei den Springern vorkommen: Sbd2

Damenzug


Die Dame möchte den Bauern schlagen

Schlagen und Matt


und es wird ein Matt. Dxg7#, “x” steht hier fürs Schlagen und “#” fürs Matt.

Bauernschlag


Bei Bauer schlägt Bauer sind viele verunsichert

Bauernschlag 2


dabei wird der Startbuchstabe mit “x” und der Ziel-Adresse kombiniert: dxe5+ , zusätzlich wurde der schwarze König schachgesetzt, was mit “+” markiert wurde. 

Umwandlung


Der Bauer steht kurz vor der Umwandlung und möchte eine Dame werden.

Umwandlung 2


Das wird mit e8D aufgeschrieben.


Springerzug


Der Springer zieht “zwei Felder vor und eins zur Seite” oder “eins vor und eins schräg”. Auch ein “L”-Buchstaben kann man im Springerzug visuell vorstellen.

Er springt immer abwechselnd von schwarz nach weiß und umgekehrt.

Springer im Zentrum

Aus dem Zentrum erreicht er 8 Felder

Springer am Rande und in der Ecke


Näher zum Rand verringert sich seine Mobilität, dort erreicht er 4 Felder und aus der Ecke nur 2.

Springer schlägt


Auf seinen Zielfeldern kann der Springer die gegnerischen Figuren und Bauern schlagen.
Auf die Felder mit eigenen Steinen kann der Springer nicht ziehen.

Springer überspringt


Bei seinem Zug überspringt der Springer alle Steine (eigene und gegnerische) und landet auf seinem Zielfeld
Es zieht nur ein Springer. Man sollte alle gegnerischen Steine, so schnell wie möglich, schlagen.
Aufgabe 1 / 16

In der Grundstellung sind auf jeder Seite zwei Läufer, schwarzfeldrig und weißfeldrig.

Schwarzfeldrig und weißfeldrig

Dies bedeutet, dass der Läufer nur auf den Feldern einer Farbe seine Wege findet und bewegt sich auf den Diagonalen. So kann ein Läufer nur das halbe Brett erreichen.

Läufer im Zentrum

Im Zentrum ist der Läufer  am stärksten und erreicht 13 Felder.

Läufer am Rande und in der Ecke

Vom Rand oder aus einer Ecke sind es nur 7 Felder.

Abbiegen

Zum Abbiegen muss der Läufer auf den 2. Zug warten

Schlagen

Beim Schlagen bleibt er auf dem Platz des geschlagenen Steines stehen.

Gangart


Ein Läufer kann keine anderen Figuren oder Bauern überspringen, er kann sich aber ganz gut dazwischen “mogeln”.

Gangart

Der Turm zieht auf Linien und Reihen und erreicht aus jeder Position auf dem Brett 14 Felder.

Abbiegen


Schlagen

Zum Abbiegen muss der Turm auf den 2. Zug warten, beim Schlagen bleibt er auf dem Platz des geschlagenen Steines stehen.

In der Grundstellung

In der Grundstellung sind die Türme in die Ecken “verbannt” und das ist gut so: sie warten gern bis die Leichtfiguren und die Dame in den Kampf steigen (so wird die Bewegung auf der Grundreihe erstmal möglich) und bis die Bauern sich abtauschen (was die Linien öffnet) und entsprechend werden die Wege für die Türme frei.

***

Auch an der Rochade mit dem König nimmt der Turm teil. Das ist aber ein Thema für eine andere Lektion.

Im Zentrum


In der Ecke



Die Dame ist die stärkste Schachfigur und vereint in ihrer Gangart den Turm und den Läufer.
So kann sie in jede Richtung auf Linien, Reihen und Diagonalen bewegt werden.
Aus dem Zentrum erreicht die Dame ganze 27 Felder und aus einer Ecke immer noch 21, was mehr als bei allen anderen ist.

Gangart


Der König ist die wichtigste Figur im Schach.

Er gibt seinen Namen auch dem Spiel: auf Farsi, der Sprache, die im heutigen Iran (früher Persien) gesprochen wird, heißt der König – “Shah”.
Die Gangart des Königs ist einfach, er geht nur einen Schritt (ein Feld weit ) in jede Richtung.

Angreifen


Genau so greift der König an, also jedes Feld um ihn herum wird vom König angegriffen.

Angegriffene Felder


Der König selbst darf aber nicht auf die, von den gegnerischen Figuren angegriffenen Felder,  gehen.

Zwei Könige

So können sich auch zwei Könige nie treffen.

Verteidigen


Den eigenen König sollte man verteidigen und den gegnerischen König greift man an.
Den Angriff auf den König nennt man Schach.
Der König darf im Schachgebot nicht bleiben und muss sich selbst wehren, bzw. er ist auf die Hilfe seiner Figuren angewiesen, siehe das Thema “Schach”.

Gangart


Gangart


Ein Bauer startet auf der 2. oder 7. Reihe und bewegt sich auf der Linie strickt nach vorn.
Beim ersten Zug darf er zwischen einem einfachen oder einem Doppelschritt wählen.

Angriff und Verteidigung


Für die Verteidigung der eigenen bzw. für einen Angriff auf die gegnerischen Steine nutzt der Bauer die Felder, die schräg(diagonal) vor ihm liegen.

Blockierter Bauer


Ein Bauer kann weder seitwärts noch zurück gehen oder andere Steine überspringen. Steht ein gegnerischer Stein vorm Bauern, ist er blockiert und kann sich nicht mehr fortbewegen, es sei denn, er kann einen anderen Stein schlagen.

In einer Reihe


Mehrere Bauern sind am stärksten, wenn sie in einer Reihe stehen. Dabei bewachen sie alle Fehler vor sich und lassen die gegnerischen Figuren nicht in die Nähe, was zum Beispiel für die Rochade-Stellung sehr wichtig ist.

Bauernkette


“Halten die Bauern einander an den Händen”, sind sie auch schwer zu erobern, der letzter Bauer ist dabei der schwächste.

Eröffnung


Es empfiehlt sich, die Schachpartie mit dem Zug eines zentralen Bauern zu beginnen, dabei besetzt man den Raum im Zentrum und öffnet die Wege für die Figuren.

***

“Die Bauern sind die Seele des Schachspiels” sagte François-André Danican Philidor (1726- 1795), französischer Komponist, der zu seinen Lebzeiten als bester Schachspieler der Welt galt.

Gegnerische Grundreihe


Umwandlung in eine Dame



Ein Bauer, der die gegnerische Grundreihe erreicht, wandelt sich um in eine Figur um.
Dabei wird der Bauer vom Brett genommen und die gewählte Figur auf das Zielfeld der Grundreihe gestellt.
Meistens ist es eine Dame. Es kann aber nach Bedarf auch jede andere (außer König) Figur sein. In diesem Fall nennt man es die Unterumwandlung. Es können dann entsprechend mehrere Damen oder andere Figuren auf dem Brett sein.
***


Hier war es z.B. clever, den Bauern in einen Springer umzuwandeln, da der letzte dann sofort einen Doppelangriff(Gabel) auf die beiden gegnerischen Figuren startet und nachdem der König sich gegen das Schachgebot wehren muss und weg zieht, schlägt der Springer die Dame.

Unterumwandlung (in einen Springer)


Unterumwandlung (in einen Springer)



Bei einer Umwandlung in die Dame würde man dem weißen König das letzte Feld nehmen, er hat dann keine Züge und die Partie endet Remis (das Wort fürs Unentschieden im Schach) durch Patt (siehe entsprechende Lektion).

Unterumwandlung (in einen Turm)


Unterumwandlung (in einen Turm)



Wandelt man den Bauern in den Turm um, kann der weiße König noch ziehen und wird im nächsten Zug Matt gesetzt (siehe entsprechende Lektion).

Unterumwandlung (in einen Turm)